Die Wunschproduktion geht weiter – Aktionstag am 27.10. von SOS St. Pauli und SOS Karoviertel

Morgen,  Samstag, den 27.10. macht die Wunschproduktion eine gemeinsame Aktion mit anderen Initiativen aus St. Pauli und dem Karoviertel: die Flatterband-Aktion. Wir spannen ab 15 Uhr ein rotes Band vom Platz der Genossenschaft im Karoviertel über Keimzelle, Centro, Würfel, Wohlwillstraße, Esso-Häuser und Niebuhr-Haus nach Altona in die Breite Straße, in der zwei mutwillig leerstehende Altbauten abgerissen werden sollen.

Der Würfel ist deshalb schon ab 14 Uhr geöffnet. Wir wollen die Gelegenheit nutzen und Ideen für eine Markthalle in der Rindermarkthalle zusammentragen. Es wäre klasse, wenn ihr irgendeinen kleinen Gegenstand mitbringt, der euren Lieblingsstand in einer künftigen Markthalle symbolisiert. Wir wollen den „Bazar du Boeuf“ in unserem Pappmodell der Rindermarkthalle mal etwas anschaulicher machen. Alle Gegenstände werden ins Modell gelegt, und dann sehen wir, was sich Anwohner_innen so wünschen.

Außerdem gibt es noch ein paar Dinge nachzutragen:

1. Wir haben am 6. Oktober, als das Transparenzgesetz für Hamburg in Kraft getreten ist, zwei Anfragen an die Finanzbehörde gestellt:
– einmal den Vertrag zwischen Sprinkenhof AG (als Grundstücksverwalterin) und Edeka Nord angefordert, um zu sehen, was darin überhaupt festgelegt ist;
– und dann Auskunft verlangt, ob es seitens der Finanzbehörde eine Ausschreibung für die Zwischennutzung der Halle gab, wer sich außer Edeka Nord noch um die Halle beworben hat, und warum Edeka Nord am Ende den Zuschlag erhalten hat.

2. Die von Edeka eingesetzten Projektplaner Maßmann & Co haben ebenfalls am 6. Oktober einen „Anwohnerplanungs“-Workshop veranstaltet. Die Wunschproduktion hat sich an diesem Workshop NICHT beteiligt, weil wir es nicht akzeptabel finden, dass die weitere Planung zur Halle privatisiert wird. Maßmann & Co bekommen sicher nicht wenig Geld für ihre Konzeptentwicklung, und es ist überhaupt nicht einzusehen, warum die Anwohner_innen samstags, dazu in den Herbstferien, gratis Ideen liefern sollen. Bei öffentlichen Planungsverfahren bekommen Bürger_innen durchaus Aufwandsentschädigungen. Aber es ist eben kein öffentliches Planungsverfahren. Natürlich ist jeder und jedem selbst überlassen, sich als Anwohner_in an diesen Workshops zu beteiligen.

3. Am 13. Oktober fanden öffentliche Führungen durch die Baustelle der Alten Rindermarkthalle statt. Dabei gab es noch zwei interessante Informationen:
– Der geplante Edeka-Markt mit 4700 Quadratmetern Verkaufsfläche wird der größte innerstädtische Edeka Deutschlands sein. In der Größe hat Edeka das bisher noch nicht betrieben. Die Rindermarkthalle ist also ein Versuchsballon.
– Der Vertrag zwischen Sprinkenhof AG und Edeka Nord schließt Untermieter aus, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind. Wenn Vereine in die „soziokulturellen“ Flächen einziehen sollen, muss der Vertrag geändert werden. Bei der Gelegenheit sollte man noch einiges mehr an dem Vertrag ändern.

4. Wer auf Facebook unterwegs ist: Dort gibt es jetzt die Gruppe „Eine Halle für alle!“, auf der ebenfalls diskutiert werden kann und nach und nach Infos abgelegt werden, zusätzlich zu dieser Webseite: http://www.facebook.com/groups/einehallefueralle/

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